Klima, Umwelt & Biodiversität

Diese Bereiche widmen sich der Erforschung, dem Schutz und der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und Ökosysteme unseres Planeten. Sie umfassen ein breites Spektrum – von der Klimaforschung über den Umweltschutz bis hin zum Erhalt der Biodiversität. Diese Themen sind entscheidend, um die Folgen menschlichen Handelns für die Umwelt – etwa Verschmutzung, Entwaldung und Artensterben – zu verstehen und abzumildern. Erfolgreiche Ansätze sind meist interdisziplinär: Sie verbinden Wissenschaft, Politik und gesellschaftliches Engagement, um komplexe ökologische Herausforderungen zu bewältigen und eine Balance zwischen menschlichen Bedürfnissen und verantwortungsvollem Umgang mit der Natur zu schaffen.

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Inhaltsverzeichnis

  • Erneuerbare Energien: Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Quellen wie Solar-, Wind- und Bioenergie.
  • Schutztechnologien: Der Einsatz moderner Technologien, um Wildtiere und Lebensräume wirksamer zu überwachen und zu schützen.
  • Kreislaufwirtschaft: Die Förderung nachhaltiger Konsummuster und Abfallwirtschaft.

  • Globale Erwärmung: Die Ursachen und Folgen steigender globaler Temperaturen in den Griff bekommen.
  • Verlust von Lebensräumen: Dem Verlust natürlicher Lebensräume durch Urbanisierung und Landwirtschaft entgegenwirken.
  • Umweltverschmutzung: Die Auswirkungen von Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung auf Ökosysteme und die menschliche Gesundheit beherrschen.

Earth Observation für Klima, Umwelt & Biodiversität

Earth Observation (EO) leistet mithilfe von Satellitenbildern und Fernerkundungsdaten einen entscheidenden Beitrag zur Überwachung und zum Management von Klima, Umweltzustand und Biodiversität unseres Planeten. Indem sie präzise, aktuelle Informationen über den Zustand der Erde liefert, versetzt EO politische Entscheidungsträger:innen, Forschende und Naturschützer:innen in die Lage, fundierte Entscheidungen zum Schutz und Erhalt von Umwelt und Biodiversität zu treffen.

Biodiversität, Ökosysteme und Naturkapital

Arten- und Habitat-Monitoring: EO-Technologien können Lebensräume kartieren und überwachen, den Artenreichtum bewerten und den Zustand von Ökosystemen über die Zeit verfolgen. Das ist für Schutzmaßnahmen entscheidend, denn es ermöglicht, bedrohte Arten zu erkennen und die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf natürliche Lebensräume zu erfassen.

Ökosystem-Monitoring: Umfasst Küsten-, Schnee- und Eis-, Land- und Wasserökosysteme.

  • Beim Monitoring von Küstenökosystemen liefert EO Informationen zu zahlreichen Parametern – etwa zum Verlust von Küstenfeuchtgebieten, zur Landnutzung und ihrer Veränderung, zur Kartierung von Feuchtgebieten, zur Küstengeomorphologie, zu optischen Eigenschaften des Wassers, zu Nährstoffen in Gewässern (Chlorophyll-a), zu Lebensräumen im Litoral und Subtidal, zur Kartierung von Erosion und Sedimentation, zu langen Zeitreihen der Meeresfarbe samt Unsicherheitsschätzungen sowie zu Gesundheitsfragen wie der Erkennung von Algenblüten.

  • Beim Monitoring von Schnee- und Eisökosystemen liefert EO Daten zur Schnee- und Eisbedeckung (multispektral und thermal, in geringerem Maße auch im Mikrowellenbereich), zur Kartierung der strukturellen Glaziologie großer und kleiner Gletscher, zur Erfassung von Gletscherveränderungen, zur Erstellung von Gletscherinventaren, zur Kartierung der Gletscherausdünnung, zur Vermessung dünner werdender Schelfeise, zur Gletscherbewegung, zur Kartierung glazialer Landformen und zur Vermessung des Untergrunds von Eisschilden.

  • Beim Monitoring terrestrischer Ökosysteme liefern EO-Daten Informationen über Pflanzenarten, die unterschiedlich auf das Licht der Sonne oder verschiedener künstlicher Energiequellen reagieren und dabei spezifische Reflexionseigenschaften im elektromagnetischen Spektrum aufweisen. Das macht EO-Daten von angemessener spektraler und räumlicher Auflösung zu einem nützlichen Werkzeug, um verschiedene Arten zu unterscheiden. Weitere relevante Daten aus EO betreffen die Luft- und Wasserqualität und vervollständigen so die Informationen für die Zustandsbewertung und Prognose des Ökosystems.

  • Beim Monitoring von Wasserökosystemen liefert EO Informationen zu zahlreichen Parametern, die zur Bewertung von Zustand und Gleichgewicht von Wasserökosystemen nötig sind, etwa: biogeochemische Analysen und Prognosen für globale und regionale Meere, Topografie, Bathymetrie, Meeresfarbe, Meeresoberflächentemperatur, Meeresströmungen, Quantifizierung von Fischbeständen und weitere.

Bewertung von Ökosystemleistungen: Indem sie Daten zu Veränderungen von Ökosystemen bereitstellt, hilft EO dabei, den wirtschaftlichen Wert von Ökosystemleistungen wie Kohlenstoffspeicherung, Wasserreinigung und Bestäubung zu beziffern. Das unterstützt politische Entscheidungen und Schutzstrategien zum Erhalt des Naturkapitals.

Einsatz durch NGOs: Biodiversitäts- und Umwelt-NGOs setzen in ihrer Arbeit zunehmend auf EO. So hat etwa der World Wide Fund for Nature (WWF) die Initiative GLOBIL entwickelt – ein Online-ArcGIS-Toolkit, das Geodaten für den Ökosystemschutz bündelt und damit die wachsende Bedeutung von EO für den Erhalt der Biodiversität unterstreicht.

Klimadienste

Anpassungs- und Minderungsstrategien: Satellitendaten unterstützen die Entwicklung und Überwachung von Strategien zur Klimaanpassung und -minderung. So lassen sich beispielsweise die wirkungsvollsten Flächen für Wiederaufforstung bestimmen oder der Erfolg von Projekten zur Kohlenstoffbindung verfolgen.

Klimaschutz und Klimaanpassung: Verschiedene Arten von EO-Daten können dazu beitragen, kurz- und langfristige Strategien zur Minderung des Klimawandels und zur Anpassung an ihn zu entwickeln.

Klimaüberwachung und -prognose: Viele Arten von EO-Daten lassen sich für die Klimaüberwachung und -prognose nutzen. Luftqualität, Landoberflächentemperatur, Bewölkung und etliche weitere klimarelevante Parameter lassen sich mit EO-Daten erfassen, die sich wiederum in entsprechende Modelle einbinden lassen und so zur Klimaprognose beitragen. Diese Informationen sind unverzichtbar, um Trends des Klimawandels zu verstehen, künftige Szenarien zu modellieren und die globale Klimapolitik zu fundieren.

EO-basierte Klimamodellierung: Viele Arten von EO-Daten fließen – auch wenn sie nicht über lange Zeiträume verfügbar sind – als Eingangsgrößen in die Klimamodellierung ein. So entstehen computergestützte, dynamische Projektionen des Verhaltens der Erdsysteme, die für unterschiedlichste Zwecke genutzt werden.

Umweltmonitoring

Umweltprüfung: EO-Daten unterstützen die Bewertung der Auswirkungen menschlichen Handelns in vier verschiedenen Umweltbereichen: Atmosphäre, Küsten, Land sowie Wasser und Ozeane.

  • Für die Atmosphäre sind zahlreiche EO-Satelliten und -Sensoren auf die Überwachung atmosphärischer Bedingungen ausgelegt, darunter Luftqualität und Treibhausgasemissionen (THG), und ermöglichen so kurz- und langfristige Prognosen.

  • Für den Küstenbereich lassen sich relevante EO-Daten zu Feuchtgebietsverlust, Landnutzung und ihrer Veränderung, Feuchtgebietskartierung, Küstengeomorphologie, optischen Eigenschaften des Wassers, Nährstoffen in Gewässern (Chlorophyll-a) sowie Lebensräumen im Litoral und Subtidal erheben.

  • Beim Land reichen die relevanten Parameter von Landnutzung und ihrer Veränderung, Vegetation, Biomasse und Bodenmonitoring bis hin zur Erfassung menschlicher Einflüsse wie Abfall, Bebauung und sonstiger Infrastruktur.

  • Zu den relevanten Parametern für Wasser- und Ozeanumgebungen, die sich per EO erheben lassen, zählen Temperatur, Transparenz bzw. Trübung, Wassertiefe, Gezeiten, Strömungen und – in gewissem Umfang – Flora und Fauna. Die Daten unterstützen zudem die Überwachung von Infrastruktur und anderen Spuren menschlicher Aktivität, darunter Abfall.

Umweltverträglichkeitsprüfung und ESG: EO spielt eine zentrale Rolle bei der Durchführung von Wirkungsstudien und der Umsetzung von ESG-Vorgaben in vier verschiedenen Umweltbereichen.

  • Für die Atmosphäre werden EO-Satelliten und -Sensoren eingesetzt, um atmosphärische Bedingungen zu überwachen – darunter Luftqualität und Treibhausgasemissionen – und so kurz- und langfristige Prognosen zu ermöglichen.

  • Entlang der Küsten liefern EO-Daten Erkenntnisse zu Feuchtgebietsverlust, Veränderungen der Landnutzung, Feuchtgebietskartierung, Küstengeomorphologie und Wassereigenschaften, einschließlich Chlorophyll-a-Werten sowie Lebensräumen im Litoral und Subtidal.

  • An Land erstrecken sich EO-Anwendungen auf Veränderungen der Landnutzung, Vegetation, Biomasse, Bodenmonitoring sowie die Bewertung menschlicher Einflüsse wie Abfallentsorgung, Bebauung und Infrastrukturentwicklung.

  • In Wasser- und Ozeanumgebungen erfassen EO-Daten Parameter wie Temperatur, Transparenz, Wassertiefe, Gezeiten und Strömungen und liefern zugleich Erkenntnisse zu Flora, Fauna und menschlichen Aktivitäten, einschließlich der Überwachung von Infrastruktur und Abfall.

Luftqualität und Verschmutzung: Mit EO-Sensoren ausgestattete Satelliten überwachen weltweit Indikatoren der Luftqualität und verfolgen Verschmutzungsquellen. Diese Daten sind unverzichtbar, um Gesundheitsrisiken zu bewerten, Umweltvorschriften durchzusetzen und Strategien zur Emissionsminderung zu entwickeln.

Wasserqualität und Wasserressourcen: EO-Technologien bewerten die Wasserqualität in Flüssen, Seen und Ozeanen, einschließlich Parametern wie Temperatur, Chlorophyllgehalt und Schadstoffen. Zugleich überwachen sie Wasserressourcen und unterstützen so eine nachhaltige Wasserwirtschaft angesichts von Klimawandel und Bevölkerungswachstum.

Katastrophenhilfe und -management: EO-Satelliten liefern vor, während und nach Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Wirbelstürmen und Waldbränden entscheidende Informationen. Das ermöglicht eine wirksamere Notfallreaktion, Schadensbewertung und Wiederaufbauplanung.

Erhalt und Wiederherstellung von Ökosystemen: Die wachsende Bedeutung von EO-Daten für Projekte zum Erhalt und zur Wiederherstellung von Ökosystemen wird hervorgehoben. Dazu zählt etwa das Monitoring von Korallenriffen, bei dem EO-Daten Erkenntnisse zu Ozeanversauerung, 3D-Riffmodellierung und Zustandsbewertung liefern – ein Beleg für die zentrale Rolle von EO bei der Unterstützung großangelegter Umweltmaßnahmen.

GNSS für Klima, Umwelt & Biodiversität

Indem es präzise und zuverlässige Daten liefert, vertieft GNSS unser Verständnis des Klimawandels, unterstützt eine nachhaltige Umweltbewirtschaftung und trägt zum Erhalt der Biodiversität bei – ein Beleg für das transformative Potenzial dieser Technologie beim Schutz unseres Planeten.

Klimaüberwachung und -forschung

Meeresspiegelanstieg und Ozeandynamik: GNSS-Technologie wird genutzt, um Veränderungen des Meeresspiegels zu messen und die Ozeandynamik zu verstehen. Indem Bojen und Pegelmessstationen mit GNSS-Empfängern ausgestattet werden, können Forschende den Meeresspiegelanstieg hochpräzise verfolgen – entscheidend, um die Folgen des Klimawandels für Küstengemeinden abzuschätzen.

Bewegung von Gletschern und Eisschilden: Auf Gletschern und Eisschilden installierte GNSS-Stationen überwachen deren Bewegung und Schmelzraten. Diese Daten sind unverzichtbar, um zu verstehen, wie der Klimawandel die Polarregionen beeinflusst, und um künftige Meeresspiegelanstiege vorherzusagen.

GNSS-basierte Klimamodellierung: GNSS unterstützt eine Reihe geodätischer Anwendungen, die Eigenschaften der Erde (Magnetfeld, Atmosphäre) mit unmittelbarem Bezug zum Erdklima vermessen.

Klimaschutz: GNSS-Daten unterstützen den Klimaschutz, indem sie die präzise Messung von Bodensenkungen und Kohlenstoffbindung ermöglichen. Diese Informationen fließen in die Entwicklung grüner Infrastrukturprojekte ein – etwa städtische Wälder und Gründächer –, die zur Reduktion von Kohlendioxid beitragen.

Umweltmonitoring und -management

Forstmanagement und Entwaldung: GNSS hilft, Waldbestände zu kartieren und zu überwachen, Entwaldungsraten zu bewerten und eine nachhaltige Forstwirtschaft umzusetzen. Es liefert präzise Daten für die Durchsetzung von Umweltvorschriften und für die Bewertung von Kohlenstoffvorräten in REDD+-Projekten (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation).

Wasserressourcen-Management: GNSS-Technologie unterstützt die Bewirtschaftung von Wasserressourcen, indem sie die präzise Messung von Grundwasserständen und die Überwachung von Bewässerungssystemen ermöglicht. Das hilft, Wasserressourcen nachhaltig zu verteilen – besonders in ariden Regionen mit Wasserknappheit.

Erhalt der Biodiversität

Wildtier-Tracking und Artenschutz: GNSS-Halsbänder und -Sender werden eingesetzt, um die Bewegungen von Wildtieren zu verfolgen, und liefern Erkenntnisse zu Tierverhalten, Wanderungsmustern und Habitatnutzung. Diese Informationen sind entscheidend, um wirksame Schutzstrategien und Schutzgebiete zu schaffen, die bedrohte Arten und die Biodiversität sichern.

Habitatkartierung: GNSS-Technologie ermöglicht die präzise Kartierung von Lebensräumen, darunter Feuchtgebiete, Wälder und Korallenriffe. Genaue Habitatkarten sind für den Erhalt der Biodiversität unverzichtbar und erlauben gezielte Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen.

SatCom für Klima, Umwelt & Biodiversität

Indem es zuverlässige, globale Kommunikation und Datenübertragung ermöglicht, unterstützt SatCom die Überwachung, den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen unseres Planeten und trägt so weltweit zu Resilienz und Naturschutz bei.

Klimaüberwachung und -anpassung

Globale Klimadatenerfassung: SatCom erleichtert die Erfassung und Übertragung klimabezogener Daten von abgelegenen Wetterstationen, Ozeanbojen und atmosphärischen Sensoren. Diese Daten sind unverzichtbar für Klimamodellierung, Forschung und das Verständnis globaler Klimamuster.

Klimaanpassungsstrategien: SatCom ermöglicht es, Klimaprognosen und Anpassungsempfehlungen auch an abgelegene Gemeinden zu übermitteln. Durch den Zugang zu Wetterinformationen in Echtzeit und Frühwarnungen vor Extremwetterereignissen können sich Gemeinden besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und an sie anpassen.

Umweltmonitoring und -schutz

Verschmutzungsüberwachung: SatCom ist entscheidend, um Verschmutzungswerte weltweit zu verfolgen – darunter Luftqualität, Wasserverunreinigung und illegale Müllentsorgung. Es ermöglicht die rasche Übertragung von Daten aus Messstationen an Umweltbehörden für zeitnahes Handeln und die Einhaltung von Vorschriften.

Überwachung von Schutzgebieten: SatCom unterstützt die Überwachung von Schutzgebieten, um illegale Aktivitäten wie Wilderei, Holzeinschlag und Bergbau zu verhindern. Drohnen und Satellitenbilder ermöglichen in Verbindung mit SatCom ein Monitoring in Echtzeit und ein rasches Eingreifen der Schutzteams.

Erhalt der Biodiversität

Wildtier-Tracking und Forschung: SatCom ermöglicht es, bedrohte Arten über satellitengestützte Halsbänder und Sender zu verfolgen, und liefert wertvolle Daten zu Wanderungsmustern, Habitatnutzung und Bedrohungen für ihr Überleben. Diese Informationen sind entscheidend für die Entwicklung wirksamer Schutzstrategien.

Kartierung von Lebensräumen und Artenverbreitung: Mithilfe hochauflösender Satellitenbilder und Kommunikationstechnologien können Forschende Lebensräume und die Verbreitung von Arten weltweit kartieren. Das hilft, kritische Gebiete für den Erhalt der Biodiversität zu erkennen und die Auswirkungen von Umweltveränderungen auf verschiedene Arten zu verstehen.

Katastrophenhilfe und Risikominderung

Frühwarnsysteme: SatCom spielt eine zentrale Rolle in Frühwarnsystemen für Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Überschwemmungen und Waldbrände. Indem es eine unterbrechungsfreie Kommunikation sicherstellt, ermöglicht es die rechtzeitige Übermittlung von Warnungen an gefährdete Bevölkerungsgruppen und die Koordination zwischen den Einsatzkräften.

Lagebewertung und Wiederaufbau nach Katastrophen: Nach einer Katastrophe ist SatCom unverzichtbar, um Schäden zu bewerten, Wiederaufbaumaßnahmen zu koordinieren und Umweltdienste wiederherzustellen. Es bietet eine Kommunikationsanbindung, wenn terrestrische Netze ausgefallen sind, und ermöglicht so eine wirksame Reaktion und Hilfslieferung.

Innovative Anwendungen

Fortschrittliche Sensortechnologien: Satellitengestützte Lidar- (Light Detection and Ranging) und Radartechnologien ermöglichen eine detaillierte 3D-Kartierung von Vegetationsstruktur und Biomasse. Das ist entscheidend, um Kohlenstoffvorräte in Wäldern zu bewerten, Entwaldung zu überwachen und Wiederaufforstung zu unterstützen. Lidar kann Waldkronen durchdringen, um die bodennahe Vegetation zu vermessen, während Radar sich dadurch auszeichnet, dass es Daten unabhängig von Bewölkung oder Lichtverhältnissen erfasst und so ein durchgängiges Monitoring ermöglicht.

CubeSats und Kleinsatelliten

  • Hyperlokales Klimamonitoring: Kleinsatelliten und CubeSats ermöglichen gezielte Untersuchungen von Mikroklimata und lokalen Umweltbedingungen. Diese kleineren, kosteneffizienten Satelliten lassen sich gezielt einsetzen, um städtische Wärmeinseln, die lokale Luftqualität und den Zustand bestimmter Ökosysteme zu überwachen, und liefern damit Daten für gezielte Strategien zur Klimaanpassung und -minderung.

  • Netzwerke zum Biodiversitäts-Monitoring: Netzwerke aus CubeSats mit hochauflösenden Kameras und Sensoren können ein kontinuierliches, globales Monitoringsystem für die Biodiversität schaffen. So lassen sich Veränderungen von Lebensräumen, Wanderungsmuster sowie das Auftauchen oder Verschwinden von Arten nahezu in Echtzeit verfolgen – mit beispiellosen Einblicken in die Dynamik der Biodiversität.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

  • Predictive Analytics für Klimaresilienz: KI- und Machine-Learning-Algorithmen können riesige Mengen satellitengestützter Daten auswerten, um Umweltveränderungen und mögliche Katastrophenereignisse wie Waldbrände, Überschwemmungen und Dürren vorherzusagen. Diese Vorhersagefähigkeit unterstützt Frühwarnsysteme und hilft Gemeinden und Ökosystemen, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

  • Automatisierte Biodiversitätsbewertung: KI-Algorithmen können Bilder und Daten von Satelliten auswerten, um Arten automatisch zu identifizieren, Tierpopulationen zu zählen und den Zustand von Lebensräumen zu bewerten. Diese Automatisierung steigert Tempo und Umfang von Biodiversitätsbewertungen erheblich und unterstützt so Schutzmaßnahmen.

Space-based Solar Power (SBSP): SBSP ist eine in Entwicklung befindliche Technologie, die Sonnenenergie im Weltraum gewinnt, wo die Sonneneinstrahlung konstant und unabhängig von den atmosphärischen Bedingungen oder dem Tag-Nacht-Zyklus der Erde ist. Sie könnte eine kontinuierliche, zuverlässige Quelle sauberer Energie bereitstellen und die Probleme schwankender Verfügbarkeit überwinden, die mit terrestrischer Solar- und Windenergie einhergehen. Diese Technologie könnte die Energieversorgung grundlegend verändern – insbesondere für abgelegene Gebiete und in Zeiten von Naturkatastrophen, wenn herkömmliche Infrastruktur ausfällt. Zudem fügt sich SBSP in Bemühungen um Klimaresilienz ein, indem es eine nachhaltige Energielösung bietet, die die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert und Treibhausgasemissionen mindert.

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